
Events
Unser Jubiläumsbier
Zum 333-jährigen Jubiläum der Privatbrauerei Nordbräu haben unsere Braumeister dieses besondere Bier gebraut, das Tradition und Moderne harmonisch vereint.
Inspiriert von unserer langen Brautradition und verfeinert mit dem Wissen und der Technik von heute: vollmundig, ausgewogen und unverkennbar Nordbräu.
Seit 1693 pflegen wir die Kunst des Brauens mit Leidenschaft und handwerklicher Präzision und entwickeln stetig weiter, mit innovativen Ideen und zeitgemäßem Geschmack.

Zutaten:
Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Erhältlich als:
- 0.5 l Flasche
- 4er Pack
- 20er Kiste
Alkoholgehalt: 5,2%
333 Jahre Braukunst

Schlossgut Oberhaunstadt
1569
Im Schloss Oberhaunstadt wird erstmals gebraut
Kein geringerer als der „Statthalter von Ingolstadt“, Georg von Hegnenberg-Dux (ein unehelicher Sohn von Herzog Albrecht IV.) ist es, der in seinem Schloss in Oberhaunstadt 1569 die erste Brauerei einrichten lässt. Damit beginnt die nachweisbare Brautradition am heutigen Standort – lange bevor der Name Nordbräu entsteht.

1693
Jesuiten beginnen das Bierbrauen
1693 tauscht Schlossbesitzer Franz Philipp von Hegnenberg die Hofmark Oberhaunstadt gegen Oberdolling (im Besitz der Jesuiten) ein. Die Jesuitenmönche aus Oberdolling ziehen in Oberhaunstadt ein und nehmen die Bierproduktion systematisch auf. Das Jahr 1693 gilt deshalb als offizieller Ursprung der heutigen Nordbräu-Tradition und bildet die Grundlage für 333 Jahre Braugeschichte. Der Name Jesuitenquelle erinnert daran. Nach Aufhebung des Jesuitenordens 1773 übernimmt der Malteser-Orden das Brauhaus.

1822
Simon Wittmann pachtet Brauerei
Mit der Säkularisation werden Gut und Brauerei verstaatlicht. Simon Wittmann (geb. 1775 in Mühlhausen bei Neustadt/Donau) pachtet sie ab 1822. Der Pionier des Hopfenanbaus in der Hallertau und erfolgreiche Hopfenhändler mit Schankerlaubnis für das Oktoberfest nimmt sich der Sanierung der herunter gekommenen Gebäude an. Aus der ehemaligen Klosterbrauerei wird eine privat geführte Braustätte, die bis heute von den Nachfahren Simon Wittmanns betrieben wird.

Barbara Wittmann, geb. Loibl (1773–1846)
Die 85-jährige Bäuerin wollte mit ihrem Sohn Simon mit einem Pferdegespann von Mühlhausen zu ihrem Sohn nach Münchsmünster reisen. Auf dem Weg ging das Pferd durch, die Frau stürzte vom Wagen und geriet unter ein Rad. Die Zeitung „Der Bayerische Landbote“ berichtete unterm 21. September 1826 von dem Unfall, was auf den hohen Bekanntheitsgrad des Hopfenhändlers Simon Wittmann hinweist.
1833
Privatbrauerei im Familienbesitz
Mehrmals wird das Gut Oberhaunstadt zur Versteigerung ausgeschrieben. Nach elf Jahren als Pächter erwirbt Simon Wittmann die Brauerei 1833 schließlich vollständig. In nur drei Jahren macht er daraus einen leistungsfähigen Betrieb. Bereits 1836 stirbt Simon Wittmann an der Cholera. Seine Söhne Franz Xaver und Max Joseph übernehmen Gut und Brauerei.

Simon-Wittmann-Gedächtniskapelle
„Johann Wiedmann, Das 1/16 Bergmichlgütl“ (Vgl. WAGNER, Hans: Mühlhausen. Landpfarrei zwischen Herzogsforst und Donaumoos, Abensberg 1989, S. 339). Fassion 52 des Häuser- und Rustikalsteuerkatasters (StA Landshut, Rentamt Neustadt/Abensberg B. 18).
1865
Expansion und Modernisierung
1865 übernimmt die Brauerei Oberhaunstadt den Ziegelbräu in Ingolstadt, 1871 folgt der Lindermeierbräu. Die Brauerei entwickelt sich zunehmend zu einer wichtigen regionalen Brauerei und setzt auch durch technische Neuerungen Maßstäbe. Unter August Wittmann, der ab 1886 das Unternehmen leitet, wird z.B. eine Dampfmaschine angeschafft und als erste Brauerei im weiten Umkreis wird eine Linde-Eismaschine eingesetzt. Sein Sohn August setzt die Tradition fort. Handwerk und industrielle Entwicklung wachsen zusammen.

Kommerzienrat Hugo Wittmann (1882–1964)
Quelle: Vgl. GdFW, S. 1.
1957
Aufbruch in die Moderne
1957 übernimmt Dr. Max Wittmann die Brauerei, die in beiden Weltkriegen von Bombenangriffen verschont geblieben ist. Ab 1960 erfolgen unter ihm Modernisierungs- und Erweiterungsarbeiten im Betrieb. So entstehen eine neue Flaschenfüllerei, ein Sudhaus mit Hochsilo, ein neues Bürogebäude und ein Gär- und Lagerkellerhochhaus mit über 100 Lagertanks.

In Mühlhausen wurden von den Hofbesitzern meist 0,5 Tagwerk Hopfen angebaut (vgl. WAGNER, Hans: Mühlhausen. Landpfarrei zwischen Herzogsforst und Donaumoos, Abensberg 1989, S. 351-352).
Ende der 70er Jahre
Die Brauerei zählt aufgrund ihrer Innovationen unter der Federführung des damaligen 1. Braumeisters (Franz Etsberger) zu den Pionieren bei der Entwicklung eines alkoholfreien Biersortiments.
1972
Der Name „Nordbräu“ entsteht
Mit der Gebietsreform und der Eingemeindung Oberhaunstadts in die Stadt Ingolstadt erfolgt 1972 die Umbenennung von Brauerei Oberhaunstadt in Nordbräu. Schließlich befindet man sich im Norden der Stadt. Nordbräu ist nun mit über 120 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber im Ortsteil und der Aufschwung macht sich auch im Bier-Ausstoß bemerkbar: 1975 werden erstmal über 100 000 hl erreicht.

1993
Gründung der Jesuitenquelle
Im Juni 1993 erhält die Brauerei für ihren Tiefbrunnen die Anerkennung als 1. Ingolstädter Mineralwasser und gründet die Firma Jesuiten-Quelle, die fortan ein umfangreiches Sortiment an Mineralwasser und alkoholfreien Getränken anbietet.
Zum 300-jährigen Jubiläum kommt außerdem das ’93er Hefeweizen auf den Markt – nach einem alten Rezept von Simon Wittmann.

Eva Wittmann
(Geschäftsführerin)
2000er
Nachhaltig in ein neues Jahrtausend
Investitionen in moderne Brauanlagen und Technik, Qualitätssicherung und Nachhaltigkeit sichern die Zukunft des Unternehmens. Anfang des neuen Jahrtausends wird die Lagerkapazität verdoppelt und 2005 nimmt die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Füllerei den Betrieb auf. Zu den jüngsten Investitionen zählt eine Flaschenwaschmaschine, die durch die Wiederverwendung von Wasser dessen Verbrauch deutlich reduziert.
Die Nachfahren von Simon Wittmann sind heute mit Eva Wittmann (s. Abb.) und ihrem Sohn die sechste und siebte Generation, die hier im Norden von Ingolstadt eine lange Familientradition fortsetzen.
2026
333 Jahre Brautradition
Nordbräu feiert 333 Jahre Braukunst seit Beginn der Jesuitenbrauerei im Jahr 1693. Das Jubiläum würdigt Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft einer der traditionsreichsten Brauereien der Region.
Ahnengalerie
Schon unsere Vorfahren erkannten:
„Bier ist unter den Getränken das Nützlichste, unter den Arzneien das Schmackhafteste und unter den Nahrungsmitteln das Angenehmste.“







